Karmelitenkloster "Prophet Elias"


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Bericht 2008

Kloster

Jahresbericht über das Kloster der Unbeschuhten Karmeliter in Basel – 2008/2009


Einleitung

Orden der unbeschuhten Karmeliter (OCD) in Basel:
Seit Oktober 2007 leben in Basel drei Patres der Provinz Manjummel (Kerala, Indien) des Ordens der Unbeschuhten Karmeliter (OCD). Sie bilden ein kleines Kloster im dicht besiedelten und multikulturellen Klybeck-Quartier in Kleinbasel. Pater Dr. Prasad Joseph OCD, Leiter der Gemeinschaft, steht zu 100% im seelsorgerlichen Dienst. Pater Paxy Alumkal OCD und Pater Austin Thayamattu OCD absolvieren ein Weiterstudium in Theologie und übernehmen seelsorgerliche Aufgaben, soweit dies möglich ist. Der Orden der Unbeschuhten Karmeliter zeichnet sich aus durch eine tiefe Spiritualität, die im Laufe der Geschichte große Mystikerinnen und Mystiker hervorgebracht hat. Der Orden ist kontemplativ und apostolisch ausgerichtet.

Geistliches und interkulturelles Zentrum Basel (GIZBA)

Das Kloster versteht sich als geistliches und interkulturelles Zentrum. Hauptaufgabe ist also nicht der pastorale Einsatz in Basel und Umgebung, sondern die Bildung eines geistlichen Ortes, der für alle Menschen offen ist. Die Aktivitäten sind bewusst in deutscher Sprache gehalten, damit Menschen verschiedenster Kulturen, die in Basel leben, Zugang finden und einander begegnen können.

Ort der Begegnung

Das Kloster ist 24 Stunden am Tag offen und ist so bereits im ersten Jahr seines Bestehens zu einem Ort der Begegnung geworden. Täglich melden sich verschiedene Menschen an der Klostertür. Sie finden hier immer einen Menschen, dem sie begegnen können. So hat sich ein grosses Netz von Menschen verschiedenster Herkunft, Alter und Milieus gebildet, die mit dem Kloster in regelmässigem oder sporadischem Kontakt stehen. Ständig kommen neue Personen dazu; meistens durch Empfehlung von andern.

Ort der Begleitung

Die Spezialität der Patres ist die persönliche Begleitung. So finden im Kloster täglich persönliche Gespräche statt mit Menschen, die Rat suchen. Es handelt sich um menschliche, soziale und geistliche Begleitung; diese kann regelmässig oder einmalig sein.

Ort der Spiritualität

Im Laufe des ersten Jahres profilierte sich das Kloster bereits als Ort der Spiritualität. Durch verschiedene Kurse und Gesprächsgruppen haben die Patres begonnen, die Spiritualität des Karmel in Basel bekannt zu machen und zu verbreiten. Es handelt sich um jene grosse Spiritualität, die von Persönlichkeiten wie Theresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Therese von Lisieux, Edith Stein u.a. gelehrt wurde.

Soziale, kulturelle und religiöse Angebote

Soziale und kulturelle Angebote

  • Persönliche Gespräche (ohne Anmeldung); wird mindestens zweimal täglich benutzt.
  • Die Patres werden regelmäßig zu Notfällen gerufen; oft in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Sozialdiensten
  • Monatlich findet in Grossbasel und Kleinbasel die gut besuchte Lachyoga-Stunde statt. Eine Initiative zur Erhöhung der Lebensqualität
  • Lesegruppe: einmal im Monat organisieren sie ein philosophisches Treffen für alle interessierten um die wichtigste Fragen Daseins zu besprechen.


Religiöse Angebote

  • Gebetszeiten: Von Montag bis Freitag beten die Patres die Laudes (6.30 Uhr) und Vesper (18.30 Uhr) in der Kirche St. Joseph, zusammen mit Gläubigen, am Mittwochmorgen immer mit einer ökumenischen Gruppe.
  • Von Montag bis Freitag feiern die Patres um 19.00 Uhr die Eucharistie in der Kirche St. Joseph mit 15-30 Gläubigen.
  • Samstag des Gebetes: monatlich wird ein Tag in der Kirche St. Clara (bzw. St. Joseph) gestaltet mit Gottesdienst, Impuls und Anbetung. Während sechs Stunden stehen die Patres für Beichtgespräche zur Verfügung.
  • Das Beichtangebot wird durchschnittlich von 30 Personen wahrgenommen.
  • Zweimal wöchentlich geben die Patres eine Einführung in die christliche Meditation mit indischen Hilfsmethoden
  • Am Sonntag findet das Klostergespräch statt zu einem theologischen oder spirituellen Thema.
  • Regelmäßig finden Kurse für Spiritualität statt: Z. B. im Frühjahr 09 gab es 8 Abende über die „Innere Burg“ von Theresa von Avila mit 35 Teilnehmern.
  • Jeden Sonntagabend gibt es in der Kirche St. Joseph einen Lobpreisabend für Jugendliche mit einem Impuls der Patres. Der Abend wird von Jugendlichen selber gestaltet. 15-20 Jugendliche nehmen daran teil.
  • Sonntag feiern die Patres eine englischsprachige Eucharistiefeier. Die Teilnehmerzahl stieg im Laufe der ersten achten Monate von 15 auf mehr als 70 an. Mehr als die Hälfte sind aus verschiedenen afrikanischen Ländern, andere aus Ländern Asiens und einzelne aus den USA. Auch Schweizer nehmen daran teil. Mehrere Erwachsene bereiten sich auf die erste Kommunion und Firmung vor.


Ökumenische und Interreligiöse Zusammenarbeit

Ökumenische Zusammenarbeit

  • Regelmäßige Treffen mit Verantwortlichen von Gemeinschaften und Bewegungen verschiedener Kirchen
  • Ökumenischer Begegnungstag „Miteinander für Basel“
  • Ökumenische Fastenwoche vor Ostern mit Elroi Schwestern
  • Ökumenische Gespräche mit Vertretern verschiedener Kirchen


Interreligiöse Zusammenarbeit

  • Mitglied in dem Interreligiöse Forum, BaselTeilnahme in der schweizerische Woche der Religionenöse Begegnung mit Kaserne Mosche, Kleinbaselder Gewaltlosigkeit und Gandhitag mit Katharina Werk


Außerordentliche Dienste

  • Regelmäßige Sonntagsvertretungen in Pfarreien, besonders in Baselland, im Fricktal und im Laufental


Trägerschaft

  • Die Stiftung „Kloster der Karmeliter in Basel“ stellt die Mittel für den Betrieb des Karmeliterklosters zur Verfügung. Sie wird gespeist durch Beiträge von anderen Stiftungen, durch Sonntagsvertretungen der Patres, durch Einzelspenden und die regelmäßigen Beiträge des Freundeskreises. Dem Stiftungsrat gehören an Dr. Stefan Suter (Präsident), Pater Dr. Prasad Joseph OCD, Pfarrer Ruedi Beck.
  • „Verein zur Förderung des sozialen und interkulturellen Zentrums Basel“ finanziert ausschließlich soziale und kulturelle Aktivitäten des Karmeliterklosters. Der Kanton Basel Stadt hat die Gemeinnützigkeit des Vereins anerkannt. Zuwendungen können von den Steuern abgezogen werden. Der Vereinsvorstand hat zudem die Aufgabe, die Patres in ihrer pastoralen Tätigkeit zu beraten und zu unterstützen. Dem Vorstand gehören an: Hans-Peter Roth (Präsident), Sonja Kaiser-Tosin, Dr. Josef Jeker, Zita Hilberer, Elio Tomasetti, Pater Dr. Prasad Joseph OCD, Pfarrer Ruedi Beck.Freundeskreis des Karmeliterklosters Basel besteht aus möglichst vielen Freunden, die das Kloster regelmäßig unterstützen. Einmal jährlich werden alle zu einem kulturellen Abend eingeladen. Die regelmäßigen Beiträge fließen in die Stiftung „Kloster der Karmeliter in Basel“. Betreut wird der Freundeskreis vom Vorstand des Vereins zur Förderung des sozialen und interkulturellen Zentrums Basel.


Perspektiven

  • Die erste Projektphase des Karmeliterklosters in Basel wurde auf drei Jahre festgelegt und dauert bis Herbst 2010.
  • Soll das Projekt in eine längerfristige Präsenz der indischen Karmeliter in Basel münden, sind folgende Voraussetzungen notwendig: Haus, das den Patres eine Klausur (siehe Ordensregel) bietet und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit gibt, ihre Aktivitäten zu entfalten.der Finanzierungder nötigen Aufenthaltsbewilligungendes Ordens der Unbeschuhten Karmeliter (von Seiten des Generals, sowie des Provinzials)des Bischofs von Basel


Präsenz in Medien

Vielfältigen Auftritten:

  • in Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen (Telebasel und SF) und in Radio;
  • das Kloster regelmäßig präsent in „Kirche heute“ (Römisch-katholisches Pfarrblatt der Nordwestschweiz; erscheint wöchentlich)
  • www.ocdbasel.org


Pfr. Ruedi Beck
Pfarrer St. Clara, Keinbasel
Domherr und Vertreter des Bistums für das Karmelitenkloster


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